Was ist nur los mit mir?

Schlaflosigkeit, mehr ist von dieser Nacht nicht geblieben, obwohl ich es versuchte, mir Mühe gab, für Stunden im Bett lag und die Augen geschlossen hielt, jedoch, trotz allem angestrebten Tun, bin ich kläglich gescheitert. Zuviel ging in mir vor und dabei meine ich nicht das seit zwei Tagen anhaltende Kopfweh, sondern geistig bin ich rastlos, mental zu ratlos und seelisch in ein bodenloses Loch gefallen. In mir schaue ich soviel an woran ich verzagen muß und doch mich aufrappeln will, um nicht gänzlich meiner fatalen Schwäche zu unterliegen, die ich in Zaum halten will, damit ich mir zu keiner Zeit den Spiegel vorhalten muß. Sicher, ich weis, daß ich jämmerlich bin, daran gibt es keine Fakten zu rütteln, denn es geschieht um mich herum die nahtlos geschlossene Wirklichkeit jene mir fraglos all ihre offensichtliche Wahrheit blendend vorhält, daß es mir die sensiblen Augen verglüht und den labilen Verstand verbrennt. Und diese unbändige, in mir wütende Angst, wovor es kein Entrinnen gibt bleibt persistent, bleibt allmächtig, sonst läge ich nicht bang zitternd unter die Decke verkrochen. Alles dröhnt, rumort, poltert und strömt zeitgleich auf mich ein, daß ich mir wie von wilden Wassern tief hinuntergezogen vorkomme und davongeschwemmt werde. Mir ist übel, ein Würgereiz reibt in der Kehle und mein Magen spielt total verrückt, alle Knochen wollen mir wehtun als sei ich von fiesen Stacheldraht umwickelt, werde zerstochen, wundgescheuert, hinter einer fahrenden Kutsche hergezogen bis sich mir langsam die Haut vom Fleisch abreibt. Und schließe ich die Lider schlägt mein Kreislauf gegen die Wände – als sei er in eine Waschmaschine gesteckt -, innerlich laufe ich die Wände hoch wie eine Maus, die in der Falle sitzt, panisch wird, voll Furcht und Hektik aufgerieben, als sitze mir ein arglistiger, dämonischer Schatten im Nacken jener nicht mehr von mir abläßt, sich einen düstren Heidenspaß mit mir erlaubt, wenn er mich weiter über die Stunden hinweg dermaßen quälen kann.
Mein Herz schlägt so schnell, so hart, daß ich meinte gleich ersticke ich und da niemand hier ist, nur die Dunkelheit herum mich wie ein eisiger eiserner Mantel klammernd einschließ, bin ich ohne Rhythmus am Atmen als sei ich mit dem Kopf unter Wasser gedrückt und drohe jeden Moment zu ertrinken. Dieses dumpfe Gefühl ist herrisch, ist dominant, füllt mich aus und in mir tobt solch eine Allgewalt worauf ich keinen Namen finde, nur noch rasch mit den Augen das finstre Zimmer absuche, wobei die einzige Lichtquelle der Bildschirm meines Laptops bildet. Mein Körper ist steif, ist lahm, ist schlaff, will mir nicht gehören – als sei ich fremd, nur zu Besuch - und doch ist dieser drahtig heiße Schmerz in mir, der mir solch ein grenzenloses Unbehagen beschert. Als sei ich in ein auswegloses Labyrinth geworfen, verschollen in meiner Unzulänglichkeit, in meiner Fehlbarkeit, in meiner Unterlegenheit für die Realität in der ich atme und existiere. Als sei ich mächtiger Daumen auf mir gelandet, der mich hinab in den allwissenden Staub drückt damit ich dort mein Dasein wiederfinde, fester und immer fester bis ich meine, eine Plastiktüte sei mir übers Gesicht gestülpt und obwohl ich es besser weis, kann ich nicht frei atmen und mit jedem nächsten rasenden Pulsschlag wird mir kälter und extrem furchtsamer. Ich habe Angst…da sind so viele Dinge, die mich zittern lassen, mich innerlich in eine karge, trist-traurige Kerkerzelle einsperren und der Schlüssel ist längst fortgeschmissen. Auch wenn ich an schöne Dinge denken will, erhabenes fühlen will, kehre ich immer wieder – als sei jede bunte Empfindung nichts mehr wert – zum unheilvollen Ausgangspunkt zurück, als habe nichts mehr einen sichtbaren Sinn.
Was ist nur los mit mir? Zwischen all meinen Tränen weis ich nicht mehr klarzusehen und der Nebel wird dichter, wird gesichtsloser und enger!

26.3.15 05:33

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